Montag, 23.09.2019

Hamburger Baumschnack 2015 – die Fachtagung im Norden

Climbtools |

Geschnackt wurde jede Menge, keine Frage. Und für die nicht-norddeutschen Landratten unter Euch: Es wurde viel geplaudert. Und erklärt. Und vor allem: zugehört. Denn der fünfte Hamburger Baumschnack hatte einiges zu bieten an informativen Fachvorträgen.

Wir von climbtools waren mit unserem Stand vor Ort, in der Viktoria-Kaserne in Altona, einem Gebäude, das sich irgendwo zwischen Renovierung, Umgestaltung und Dornröschenschlaf befindet und aus jeder staubigen Ecke den Charme des Unperfekten versprüht.

Dass wir vor lauter Ein- und Auspackstress nach der Deutschen Meisterschaft in Tübingen einen wichtigen Teil unseres Regalsystems, um nicht zu sagen den wichtigsten Teil, in Mülheim vergessen hatten, erwies sich letztlich als Glücksfall. Denn so kam ein oberschenkeldickes, sechs Meter langes und an beiden Enden gespleißtes Seil zu seinem wohlverdienten Premieren-Auftritt…

Informative Vorträge, erstklassige Referenten

Doch genug der Lobeshymnen auf Veranstaltungsort und Seilerhandwerk: Denn die Veranstaltung selbst, die übrigens keinen Cent Eintritt kostete, sondern vollständig aus Spenden finanziert wurde, war ebenfalls rundum gelungen. Kleine Kostprobe?

Anschaulich sprachen Jo van Bouwel und Peter Vergote über die Schaffung von Habitatbäumen und stellten die verschiedenen Möglichkeiten vor, allesamt natürlich selbst erprobt – und mit entsprechendem Foto- und Videomaterial dokumentiert. Angelika Tiedtke-Crede wusste unterhaltsam aus dem Alltag einer öffentlich bestellten Sachverständigen zu berichten, über die unendliche Spurensuche, die ein abgebrochener Ast nach sich ziehen kann, aber auch – für Baumkontrolleure wichtig – über die rechtlichen Verantwortlichkeiten bei Baumkontrollen. Frank Rinn unterzog Schalltomographie und Zugversuch einem direkten Vergleich, Nils von Samson erläuterte Möglichkeiten der Bodenverbesserung und Dr. Horst Stobbe referierte über aktuelle Baumkrankheiten, wie zum Beispiel die Rußrindenkrankheit des Ahorns, die bislang vor allem in Sachsen, im Rhein-Main-Gebiet und neuerdings auch in der Gegend um Hannover ihr Unwesen treibt.

Es wäre albern, Euch jetzt jeden Vortrag nachzuerzählen – denn die 100 Teilnehmer, die da waren, haben selbst zugehört, und wer nicht dort war, sollte das tunlichst im nächsten Jahr nachholen.

Ein großes Dankeschön gebührt den Organisatoren Arbor Artist und der Baumpflegeschule Busemann für einen informativen und unterhaltsamen Schnack! Bis zum nächsten Jahr!

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